energie-und-wohnen.de https://www.energie-und-wohnen.de/blog/ Fri, 29 May 2026 07:20:40 +0000 de-DE hourly 1 Graue Energie - Der Verbrauch, den keiner kennt https://www.energie-und-wohnen.de/blog/graue-energie/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/graue-energie/#comments Tue, 06 Jul 2021 17:34:00 +0000 Kleiner Bauen Strom Energie-Effizienz https://www.energie-und-wohnen.de/blog/graue-energie/ Weiterlesen

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Was ist "graue Energie?" - Stand-by vermeiden bei Unterhaltungselektronik, die Heizung gradgenau einstellen, für die kurzen Strecken das Fahrrad nehmen, den alten Kühlschrank durch einen neuen mit besseren Verbrauchswerten austauschen: Wer über den verantwortungsvollen Umgang mit Energie nachdenkt oder sein Handeln in dieser Richtung sparsamer ausrichten will, hat meistens den Energieverbrauch bereits vorhandener oder auch zu ersetzender Geräte im Sinn. Je mehr aber in Politik und Gesellschaft das Verständnis für nachhaltiges und ressourceschonendes Verhalten verankert wird, desto öfter taucht ein "neuer" Begriff im Diskurs auf: Graue Energie. - Dieser Artikel beleuchtet, was das ist.

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Graue Energie - Welche Energie ist nötig vor dem Einzug?

Energieverbrauch während der Nutzung

Strom für die Glühbirne, die Waschmaschine und das Smartphone, Benzin fürs Auto und Motorrad - sobald wir Gegenstände wie diese nutzen, müssen sie angeschlossen, aufgeladen und betankt werden. Damit wir das möglichst energiesparend tun können, gibt es beispielsweise die Einteilung in unterschiedlich gute Energieeffizienzklassen.

Energieverbrauch für die Herstellung und Logistik

Noch bevor wir diese Gegenstände das erste Mal ans Stromnetz anschließen oder sie an der Tankstelle befüllen, wurde bereits Energie verbraucht - für die Herstellung, für den Transport und die Lagerung. Das ist logisch, nachvollziehbar und einfach, aber zu häufig eben auch noch unsichtbar.

Denn dieser Energieverbrauch, der ja vor der eigentlichen Nutzung liegt, rückt erst allmählich ins öffentliche Bewusstsein. Er liegt gleichsam im Verborgenen, im Schatten. Wahrscheinlich leitet sich daraus auch sein Name: "Graue Energie" ab. Wer also genauer hinsieht, entdeckt, dass diese graue Energie überall steckt: in einzelnen Gegenständen, Nahrungsmitteln, Gebäuden. Direkt in unserem täglichen Leben!

Für die Tafel Schokolade (100 gr) beispielsweise, die gerade auf meinem Schreibtisch auf die Kaffeepause wartet, brauchte es immerhin 250 Wh (oder 0,25 kWh) , um sie herzustellen. Das entspricht etwa der Energiemenge, die eine 60W-Birne benötigt, wenn ich sie etwas mehr als vier Stunden brennen lasse. Die in der Energieberatung üblichen Maßeinheiten erkläre ich übrigens hier.

Kein Wunder, dass die graue Energie weltweit einen Großteil des primären Energieverbrauchs ausmacht. Und kein Wunder, dass wir uns immer noch sehr schwer damit tun, sie möglichst klar zu berechnen und zu berücksichtigen.

Graue Energie und Gebäude

Energieneutrale Häuser oder auch Gebäude, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen, sind keine Seltenheit mehr. Dennoch benötigt  ihre Herstellung viel Energie - gerade, wenn einzelne Materialien von weither herantransportiert werden müssen. Um hier möglichst verträglich zu bauen, muss Bewusstsein für ein ausgewogenes Verhältnis von Materialien gefunden werden, die

  • mit möglichst wenig grauer Energie herzustellen sind,
  • stabil und sicher funktionieren,
  • lange halten und später einfach recycelt werden können.

Auf die richtige Mischung kommt es an: Es nützt also eher wenig, ein Haus mit wenig grauer Energie zu errichten, wenn es dann extraviel Nutzungsenergie verbraucht, weil es schlecht gedämmt ist.

Auch hier rückt das Thema gerade erst in den Blick der breiten Öffentlichkeit, kürzlich zum Beispiel in der medialen Diskussion um einen möglichen Baustopp für Einfamilienhäuser (im Gegensatz zu verdichtetem Wohnungsbau). Ein weiterer Aspekt ist in diesem Zusammenhang interessant. Jeder, der ein Haus bauen oder sanieren möchte, kennt die Kostenschätzung pro Quadratmeter Wohnfläche, wenn es um die Finanzierung geht.

Aktuell kostet ein Quadratmeter Wohnfläche in Deutschland im Schnitt etwa 2.500 Euro. Das heißt: Baust du ein Haus mit 200 Quadratmetern Wohnfläche, ist es 250.000 Euro teurer als eines mit 100 Quadratmetern.

Eine ähnliche Rechnung lässt sich natürlich ebenfalls für den Energieverbrauch aufmachen - sowohl hinsichtlich der grauen Energie zur Herstellung und Logistik wie auch zur Nutzung nach Einzug. Kleiner Bauen wird so zu einem bedenkenswerten Ansatz, um in Zukunft den extensiven Verbrauch von Bauflächen und Energie sowie Finanzierungsengpässe zu vermeiden.

Ausblick

Dank der Energieeffizienzklassen (dem EU-Label) können wir als Verbraucherinnen und Verbraucher bereits abschätzen, wie viel Energie ein neues Produkt, das wir anschaffen, in der Nutzung verbrauchen wird.

Gut wäre eine ähnlich verpflichtende Kennzeichnung auch für den bereits zurückliegenden Verbrauch an grauer Energie für die Herstellung und die Logistik. Für die sinnvolle Berechnung und Ausgestaltung einer solchen Kennzeichnung ist natürlich die Politik zuständig.

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Energieberatung: wichtige Maßeinheiten - Teil 2: Praxis https://www.energie-und-wohnen.de/blog/masseinheiten-energieberatung2-2/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/masseinheiten-energieberatung2-2/#comments Mon, 21 Jun 2021 00:00:00 +0000 https://www.energie-und-wohnen.de/blog/masseinheiten-energieberatung2-2/ Weiterlesen

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Im ersten Teil ging es um die Theorie, speziell um die Begriffe und Maßeinheiten, die in der Energieberatung verwendet werden und die verständlich erklärt wurden. Im zweiten Teil dieses Beitrags wird es nun noch einmal anschaulicher - anhand einiger konkreter Beispiele aus der Praxis der Energieberatung.

Energieberatung: Maßeinheiten in der Praxis

Ein regelmäßiger Blick auf den Drehstromzähler gibt Aufschluss über den Stromverbrauch.

Energie hat ihren Preis

Wir erinnern uns! Die Kilowattstunde - kurz kWh -  ist die Energie-Einheit, die Energieversorger abgerechnen. Mit der Kilowattstunde sollten Sie auch rechnen, wenn Sie Energie einsparen möchten.

Eine Kilowattstunde Strom kostet zurzeit (Juni 2021) etwa 30 Cent, eine Kilowattstunde Gas etwa 7 Cent. Natürlich lassen sich diese Energiestoffe unterschiedlich nutzen. Setzt man aber beide in Wärme um, wird die Einheit vergleichbar. Mit dem Ergebnis: Wärme aus Strom ist etwa viermal so teuer wie Gas.

Umrechnung in kWh

Aber wie rechnet man Brennstoffe um, sodass sie vergleichbar sind? - Auch hier leistet die Kilowattstunde wieder gute Dienste:

Die Kilowattstunde ist die Einheit, in die man verschiedene Brennstoffe bzw. Energieträger umrechnen kann, um sie vergleichbar zu machen.

Beispiel für Heizöl, Erdgas und Pellets:

Energieträger und Kilowattstunden in der Energieberatung
Energieberatung: Wie viel Energie verbrauche ich pro Jahr?

Wie viel Energie verbrauche ich - im Jahr?

Um diesen Wert zu ermitteln, wird die Einheit kWh/Jahr verwendet, also die Kilowattstunden pro Jahr. Je nach Sparte gibt es verschiedene Bewertungen:

Stromverbrauch

Beim Strom nimmt man den Haushalt in den Blick.

Einfache Kriterien zur Bewertung:

Wie viele Personen leben hier?
Wird das Warmwasser elektrisch erzeugt oder nicht?

Weitere Kriterien:

Lebt der Haushalt in einer Wohnung oder in einem Haus?
Gibt es dort Stromverbraucher, die in Mehrfamilienhäusern nicht vorhanden sind etwa Gartenbeleuchtung oder über den Allgemein-Strom abgerechnet werden, wie die  Heizungspumpen der Zentral-Heizungen.

Thema in der Energieberatung: Wo wird der Strom verbraucht?

Unter www.stromspiegel.de findet sich ein schönes Beispiel für eine statistisch ermittelte Liste, in der Sie nachschauen können, ob der Verbrauch niedrig, mittel oder hoch ist. Hier teilt man zur Bewertung in Kategorien ein - von A (sehr niedrig) bis G (sehr hoch).

Beispiel für Kategorie A - Einfamilienhaus ohne elektrische Warmwasserbereitung:

4-Personen-Haushalt bis 2.700 kWh/a

1-Personen-Haushalt bis 1.300 kWh/a

Heizenergie

Der Wert für den Verbrauch der Heizenergie mag Ihnen auf den ersten Blick niedrig erscheinen. Das liegt allerdings nur daran, dass Heizenergie nach dem Verbrauch pro Quadratmeter Fläche berechnet wird - und eben nicht nach dem Gesamtverbrauch des Hauses.

Wie wir im theoretischen Teil zu den Maßeineinheiten in der Energieberatung gesehen haben, lautet die passende Einheit: kWh/m² a. Sie beantwortet die Frage, wie viel Energie jährlich auf jedem Quadratmeter Wohnfläche verheizt werden.

Durchschnittlicher Heizenergie-Kennwert:

140 kWh je m² Wohnfläche im Jahr; bei 100 m² sind dies dann 14.000 kWh jährlich.

Übrigens: Diesem Heizenergie-Kennwert begegnen Sie auch im Energieausweis, der bei Neuvermietung oder Verkauf oder nach Baumaßnahmen ausgestellt werden muss.

 Endenergiebedarf von Gebäuden

Warmwasser

Warmwasser wird nach Personen ermittelt und bewertet. Warmwasser kann auf unterschiedliche Arten erzeugt werden - elektrisch oder aber zentral über die Heizungsanlage.

Dabei erfordert rein rechnerisch die elektrische Warmwasserbereitung weniger kWh. Wie wir zu Beginn dieses Beitrags aber gesehen haben, ist eine Kilowattstunde, die per Strom erzeugt wurde, viermal so teuer wie etwa bei einer Gas-Zentralheizung.

Beispielwerte:

Elektrische Warmwasser-Erwärmung - 500 kWh jährlich
Zentrale Erzeugung - 1.000 kWh je Person jährlich als Durchschnittswert

Anschauliche Zahlen zum Schluss - Daumenregeln

Energieberatung: Verbrauchsdaten im Durchschnitt



Übrigens:
Stellen Sie sich beim jährlichen Gesamt-Wasserverbrauch einer Person von 40 m³ einfach ein Becken von 4 Metern Breite, 5 Metern Länge und 2 Metern Tiefe vor. Dahinein passen 40 m³ = 40.000 Liter. Getrunken wird davon gerade einmal 1 m³. Das würde in einen 1 x 1 x 1 Meter Kubus passen!

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Energieberatung: wichtige Maßeinheiten - Teil 1: Theorie https://www.energie-und-wohnen.de/blog/masseinheiten-energieberatung1/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/masseinheiten-energieberatung1/#comments Fri, 11 Jun 2021 10:00:00 +0000 https://www.energie-und-wohnen.de/blog/masseinheiten-energieberatung1/ Weiterlesen

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Energie hat ihren Preis - und ihre Maßeinheiten. Bisweilen hängt es an den Begriffen, wenn es in der Energieberatung darum geht, technische Gegebenheiten anschaulich und verständlich zu erklären. Der folgende Artikel definiert einige grundlegende Messgrößen. Er wird zeitnah fortgesetzt mit konkreten Beispielen aus der Praxis der Energieberatung

Energieberatung - wichtige Maßeinheiten

Mehr Orientierung für die Energieberatung dank verständlicher Begriffe

Energieberatung - Ein bisschen Physik

Energie ist ein physikalischer Begriff. Sie kann Prozesse voranbringen, Temperatur steigern (also Wärme erzeugen), Strom fließen lassen oder Dinge bewegen. Wird diese Energie eingesetzt, entsteht physikalisch und reel verrichtete Arbeit! Dabei kommt es darauf an, welche Leistung eingesetzt wird. Diese ist vergleichbar mit der Schaufel, die kleiner sein kann oder auch größer etwa als Bagger. Und diese Geräte müssen einige Zeit aktiv sein.

[LEISTUNG]

W = Watt

Wie bei der Glühbirne 40 oder 60 Watt. Die Leistung wird in Watt angegeben (nach dem Englischen Wissenschaftler).

kW = Kilowatt

Wie beim Heizlüfter 2 kW als höchste Stufe. Sind es 1000 Watt, verkürzt man auf 1 Kilowatt. Als Kurzeinheit schreibt man also W oder kW.

Übrigens: Kilo ist dem Altgriechischen entlehnt (chilioi) und steht technisch für 1000. Herr Watt wird plötzlich kleingeschrieben, damit es ein Wort bleibt.

[ENERGIE / ARBEIT]

kWh = Kilowattstunde

Die allgemeine Energie-Einheit heißt kWh. Warum? - Nun: Energie ist Arbeit! Wird diese Leistung über eine gewisse Zeit eingesetzt, wird Arbeit verrichtet bzw. ist Energie verbraucht worden. Mathematisch ausgedrückt heißt das: Leistung x Zeit = Arbeit oder Energie. Für den Faktor Zeit verwendet man den englischen Begriff für hour, abgekürzt h.

Beispiel: Nimmt man ein Gerät mit 1 kW (also 1000 W) und lässt dieses 1 Stunde (1 h) laufen, ergibt sich eine Kilowattstunde, kurz kWh.

Mathematisch ausgedrückt: 1 kW x 1 h = 1 kWh

In Worten: Eine Kilowattstunde ist ein Kilowatt eine Stunde lang!

Die Kilowattstunde ist die Energie-Einheit, die von den Energieversorgern abgerechnet. Und die Sie einsparen können!

Übrigens: Manchmal werden 1000 kWh als 1 Megawattstunde bezeichnet, kurz 1 MWh bezeichnet. Auch hier: Mega ist aus dem Griechischen entlehnt und heisst soviel wie "riesig viele" oder "riesig groß". Technisch genutzt wird es für die Zahl 1.000 000 = eine Millionen.

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Der Wechselstromzähler zeigt seit eh und je Kilowattstunden an.

[STROMVERBRAUCH]

kWh/a = Kilowattstunden pro Jahr

Wie wir gesehen haben, rechnen die Energieversorger Ihren Stromverbrauch in der Einheit Kilowattstunde (kWh) ab. Der nächste Wert, den ich vorstellen möchte, beantwortet nun die Frage: Wie viel Energie verbrauche ich im Jahr?

kWh/a ermittelt den Jahresstromverbrauch, also die Kilowattstunden pro Jahr. Auch hier kommt die Abkürzung wieder aus dem Englischen: Jahr = annual = a.

Mehr zur konkreten Berechnung in Wohngebäuden und zu Daumenwerten finden Sie zeitnah im geplanten zweiten Beitrag zu diesem Thema. Schauen Sie also gern wieder vorbei!

[WÄRME / HEIZENERGIE-VERBRAUCH]

kWh/m²a = Kilowattstunden pro Quadratmeter und pro Jahr

Der Heizenergie-Kennwert wird noch einmal anders angegeben. Beim Beheizen wird (leider!) nicht der jährliche Gesamtverbrauch des Hauses angegeben, sondern der Verbrauch pro Quadratmeter Fläche.

Die Frage dazu lautet: Wie viel Energie (kWh) wird jährlich auf jedem Quadratmeter Wohnfläche verheizt?

Mathematisch ausgedrückt: kW x h / (m² x a) oder kürzer kWh/m²a

Diesen Wert gibt der Energieausweis an, der bei Neuvermietung, Verkauf oder nach Baumaßnahmen ausgestellt werden muss. Er wird auch als Heizenergie-Kennwert bezeichnet. Ein durchschnittlicher Heizenergie-Kennwert ist der Verbrauch von jährlich etwa 140 kWh je m² Wohnfläche, bei 100 m² sind dies dann 14.000 kWh jährlich.

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Energieausweis - Das müssen Sie wissen https://www.energie-und-wohnen.de/blog/energieausweis/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/energieausweis/#comments Wed, 09 Jun 2021 20:24:00 +0000 Energieberatung Energie-Effizienz Energieausweis BAFA https://www.energie-und-wohnen.de/blog/energieausweis/ Weiterlesen

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Ein Haus oder eine Wohnung werden verkauft oder neu vermietet. Dabei wird ein Energieausweis fällig, den der Verkäufer bzw. Vermieter dem Kunden immer vorlegen muss. Erfahren Sie hier, worauf Sie bei nahezu allen Gebäuden bzw. Wohnungen achten sollten - auch angesichts aktueller Änderungen ab 1. Mai 2021 im Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Energieausweis: Verbrauchsausweis, Bedarfsausweis

Der Energieausweis ist bei Verkauf oder Neuvermietung ein Muss.

Verbrauchsausweis versus Bedarfsausweis

Wie energieeffizient ist das Gebäude, in das ich einziehen will? Wie viel Heizenergie wird fällig? Wie könnte modernisiert werden, um den energetischen Zustand zu verbessern? - All diese Fragen klärt ein Energieausweis, der immer für das gesamte Gebäude gilt.

Dabei geht es erst einmal um allgemeine Aussagen zum Zustand des Gebäudes, denn natürlich bestimmen Kriterien wie das Verhalten des jeweiligen Bewohners oder auch die Witterung den Verbrauch und entsprechend die Kosten. In einem Mehrfamilienhaus kommt es darüber hinaus auch beispielsweise auf die Lage der einzelnen Wohnungen im Gebäude an. Grundsätzlich gilt nämlich: Der Energieausweis wird einmal für das Gesamtgebäude erstellt! In den einzelnen Wohnungen können die Werte im Realen dann niedriger oder höher ausfallen.

Bei den zwei Arten von Energie-Ausweisen ist wichtig zu wissen:

  1. Da sie auf zwei verschiedenen Vorgehen der Informationsbewertung beruhen, sind die Daten und Effizienzklassen nicht vergleichbar.
  2. Grundsätzlich hat der Vermieter/Verkäufer die Wahl zwischen Verbrauchs- oder Bedarfsausweis. In einigen Fällen ist der Bedarfsausweis allerdings Pflicht.
  3. Ein Energieausweis ist 10 Jahre gültig und nicht verlängerbar, muss also nach Ablauf erneuert werden. 

Ein Verbrauchsausweis bewertet den tatsächlichen Energieverbrauch. Er ist in der Regel die preiswertere Ausführung, weil er weniger Unterlagen benötigt und dadurch weniger Aufwand erfordert, und enthält meist niedrigere (also bessere) Werte.

Ein Bedarfsausweis nimmt die Bewertung zum möglichen theoretischen Energiebedarf des Gebäudes vor, der sich aus dessen Zustand ergibt. Es handelt sich also um eine Beurteilung, die nutzerunabhängig ist. Werden die Daten vom Energieberater vor Ort aufgenommen, erhöhen sich die Kosten entsprechend.

Pflicht ist der Bedarfsausweis in folgenden Fällen:

  • Das Objekt ist ein Mehrfamilienhaus mit weniger als fünf Einheiten, die nicht der Wärmeschutzverordnung von 1977 entsprechen.
  • Das Objekt ist ein Neubau, dementsprechend liegen keine Verbrauchsdaten aus den vergangenen drei Jahren vor.
  • Das Gebäude wurde umgebaut bzw. saniert. Zusätzlich wurde dabei eine Energie-Berechnung nach dem GEG durchgeführt.

Beide Ausweise enthalten Angaben zum Energieträger für die Heizung, zum Baujahr des Wohngebäudes sowie dem Einbau der Heizung, und (seit 2014) zur Energieeffizienzklasse von A+ bis H, ähnlich der Einteilung für Elektrogeräte. Zudem werden konkrete Empfehlungen zur Modernisierung genannt. Ein Energieausweis muss dem interessierten Mieter oder Käufer immer direkt vorgelegt werden. Übrigens: Die Pflicht für einen Energieausweis gilt auch für Nichtwohngebäude.

Gibt es Ausnahmen?

Ja. Für eine Reihe von Ausnahmen wird kein Energieausweis fällig. Dazu gehören Gebäude mit weniger als 50 Quadratmeter Nutzfläche, Ferienhäuser (wenn sie nicht regelmäßig geheizt/gekühlt werden), Gebäude unter Denkmalschutz/Ensembleschutz sowie Gebäude wie beispielsweise Ställe, die besonders genutzt werden.

Aktuelle Vorgaben im GEG

Wie ist der energetische Zustand eines Gebäudes? Darüber klärt der Energieausweis auf, der in den meisten Fällen von Verkauf oder Vermietung Pflicht ist. Seit dem 1. Mai 2021 müssen Energieausweise bestimmte Vorgaben erfüllen. Dazu gehören:

  • Die energetische Qualität muss im Detail ausgewiesen werden, wie etwa zu den CO2-Emissionen.
  • Eine Vor-Ort-Begehung durch einen Experten ist erforderlich. Alternativ können auch geeignete, aussagekräftige Fotos genutzt werden.
  • Achtung vor falschen Angaben! Ab Mai 2021 haften Auftraggebende für die Richtigkeit für alle Angaben, die sie machen.
  • Auch für Makler gilt nun: Wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft oder vermietet werden soll, ist ein gültiger Energieausweis Pflicht.

Gibt es Fördermittel?

Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist der Energieausweis Pflicht. Daher gibt es keine Fördermittel. Sie können den Energieausweis aber im Zuge einer geförderten BAFA-Energieberatung für Wohngebäude günstiger miterstellen lassen.

Hier bekommen Sie den Energieausweis

Einen Energieberater in Ihrer Nähe, der die Berechtigung zur Ausstellung hat, finden Sie zum Beispiel unter www.energie-effizienz-experten.de. Der Energieberater stellt entweder den Ausweis auf Grundlage der von Ihnen übergebenenen Daten aus. Ebenso ist ein Vororttermin möglich, bei dem Sie gemeinsam mit dem Berater das Gebäude begehen und dieser die Daten aufnimmt. Der Vorteil: Der Energieberater macht sich ein direktes Bild des energetischen Zustandes und der Einspar-Potenziale des Gebäudes. Auch können Werte (wie das Baujahr oder die Konstruktion der Außenwände und Dächer), die das Ergebnis des Energieausweises beeinflussen, vor Ort auf Richtigkeit geprüft werden.

Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie selbst die Angaben für den Ausweis zusammenstellen, dann wird darin "Datenaufnahme durch den Besitzer" angekreuzt. Dies führt dazu, dass Sie für viele, auch technische, Angaben haften.  Der Energieberater haftet also nur für die richtige Berechnung und die formal richtige Ausführung des Ausweises. Besucht der Energieberater das Gebäude und nimmt alle Daten selbst auf - wie oben beschrieben -, liegt die Haftung bei ihm. Lassen Sie sich hierfür unbedingt seinen Berufshaftpflicht-Versicherungsnachweis zeigen!

Daneben besteht die Möglichkeit, einen Energieausweis über einen Anbieter im Internet anzufordern. Hier müssen Sie allerdings die relevanten Daten selbst heraussuchen und einpflegen. Prüfen Sie, ob dieses Vorgehen für Sie in Frage kommt.

Übrigens: Dieser Artikel wird zeitnah um einen zweiten Teil erweitert - mit dem Thema: Welche Daten und Unterlagen benötigen Sie für einen Energieausweis?

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Beratung durch unabhängige Energieberater – 5 gute Gründe https://www.energie-und-wohnen.de/blog/unabhaengiger-energieberater/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/unabhaengiger-energieberater/#comments Fri, 28 May 2021 12:00:00 +0000 Energieberatung Photovoltaik Solarenergie Energie-Effizienz Förderung BAFA Verbraucherzentrale https://www.energie-und-wohnen.de/blog/unabhaengiger-energieberater/ Weiterlesen

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Seit einigen Jahren muss ein Energieberater nicht mehr unabhängig sein, kann also z. B. als Mitarbeiter eines Unternehmens zur Energieversorgung beraten und auch als Handwerker im Anschluss eigene Leistungen zur Sanierung anbieten, wenn er attestiert, dass er unabhängig und nach bestem Wissen beraten hat. Aber reicht Ihnen diese einfache Erklärung der Unabhängigkeit aus? – Es gibt gute Gründe, warum Sie für Ihre Bau- oder Sanierungsvorhaben auf einen unabhängigen Energieberater setzten sollten.

Ein unabhängiger Energieberater unterstützt.

Eine unabhängige Energieberatung vergrößert Ihr Wissen - und Ihre Möglichkeiten.

Unabhängig von eigenen wirtschaftlichen Interessen

Wer als Energieberater unabhängig agieren kann, behält seinen ganzheitlichen, neutralen Blick während der Beratung, denn er will weder etwas gegen Provision empfehlen noch eigene Leistungen verkaufen. Die energetische Analyse orientiert sich also voll und ganz an den tatsächlichen Erfordernissen und Möglichkeiten des Gebäudes oder der Wohnung – im Endeffekt also an den Bedürfnissen des Kunden.

Viel hilft manchmal eher wenig

Was technisch machbar ist, ist nicht immer auch nötig. Beispiel Stromspeicher zusätzlich zur Photovoltaik-Anlage: Angesichts ihres sehr hohen Preises lässt sich in den meisten Fällen kaum eine positive Wirtschaftlichkeit erreichen - selbst über ihre volle Lebensdauer von 10 Jahren hinweg. Auch steht einem vergleichsweise hohen Aufwand einiger Maßnahmen womöglich ein eher geringer Einsparungseffekt gegenüber: Dies ist beispielsweise häufig der Fall bei einer Anlage für Solarenergie, die ausschließlich für Warmwasser genutzt wird - allerdings nur von sehr wenigen Personen. Auch die Dämmung nicht beheizter Räume gehört hierher. Bei meinen Energieberatungen vor Ort sehe ich das häufig in Spitzböden, die selbst ausgebaut wurden. - Eine unabhängige Energieberatung unterstützt also dabei, die richtigen Entscheidungen zum geeigneten Zeitpunkt zu treffen.

Breit gefächertes Wissen rund um die Gebäudeenergie

Die Qualität eines unabhängigen Energieberaters zeigt sich in seiner fachlichen Qualifikation und Fortbildung sowie in seiner Erfahrung und der Fähigkeit, komplexe Sachverhalte wie Maßeinheiten etc. einfach zu erklären. Da ein Gebäude stets ein komplexes Gebilde ist, muss eine gute Energieberatung gewerkeübergreifend sein. Der unabhängige Energieberater nimmt dabei das Gebäude in seiner Ganzheit in den Blick – vom Keller bis zum Dach. Gleichzeitig berät er seinen Kunden zu Detailfragen rund um die Haustechnik, Förderprogramme, Bauphysik oder den konkreten Nutzen geplanter Maßnahmen.

Mix aus Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

Zum einen steht die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen im Fokus, zum anderen beraten unabhängige Energieberater auch zu Themen, die sich mit Nachhaltigkeit und dem sinnvollen Umgang mit Energie befassen – vom Stromsparen über das richtige Heizen und Lüften bis hin zur Überprüfung von Heizkostenabrechnungen.

Förderungen zur Energie-Effizienz ermöglichen

Wer energieeffizient bauen oder sanieren will, dem stehen staatliche Förderungen zu – in Form von Zuschüssen oder auch als günstige Kredite mit reduzierter Tilgung. KfW- und BAFA-Förderungen sind Förderangebote vom Bund, daneben gibt es auf Länder-, aber auch auf Kreisebene etc. weitere Förderungen. Wichtig dabei für Sie zu wissen: Alle Förderungen sind an Bedingungen geknüpft, die Ihnen ein Energieberater im Detail erläutert. Bitte erkundigen Sie sich in jedem Fall vor der Aufnahme des Projekts.

Qualität finden Sie hier!

Unter www.energie-effizienz-experten.de finden Sie Energieberater in Ihrer Region, die Qualitätsstandards nachweisen müssen. Die Verbraucherzentrale setzt bei ihren staatlich geförderten Programmen zur Energieberatung ausschließlich auf unabhängige Energieberater. Diese kommen häufig aus der Architektur, dem Ingenieurswesen oder sind Naturwissenschaftler wie beispielsweise Bauphysiker.

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Stromverbrauch auf der Spur - Wer frisst hier Strom? https://www.energie-und-wohnen.de/blog/stromverbrauch-auf-der-spur/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/stromverbrauch-auf-der-spur/#comments Thu, 20 May 2021 17:18:00 +0000 Strom Energieberatung Verbraucherzentrale https://www.energie-und-wohnen.de/blog/stromverbrauch-auf-der-spur/ Weiterlesen

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Die Rechnung weist einen erhöhten Stromverbrauch aus, der über dem durchschnittlichen Verbrauch für Ihre Haushaltsgröße liegt und den Sie sich eigentlich nicht erklären können. Jetzt ist guter Rat gefragt. Den erhalten Sie durch eine Energieberatung. Gemeinsam mit Ihnen schaut sich der Berater die stromverbrauchenden Geräte in Ihrem Haushalt an, denn darunter lassen sich wahrscheinlich einige Hauptverursacher für den Anstieg ausmachen. Und vielleicht haben Sie ja eines oder mehrere dieser Geräte auf der Liste kürzlich erst neu angeschafft.

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Stromfressern kann man auf die Spur kommen.

Ist mein Stromverbrauch (zu) hoch?

Vergleichsdaten geben Ihnen eine erste Orientierung, wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Stromverbrauch zu hoch ist. Unter www.stromspiegel.de können Sie beispielsweise Ihren Verbrauch mit wenigen Daten checken lassen. Außerdem erhalten Sie Vergleichswerte im Hinblick auf Ihre Wohnsituation oder Haushaltsgröße. Übrigens: Wenn Sie grundlegende Maßeinheiten, die bei der Energieberatung immer wieder vorkommen, besser verstehen möchten, gibt es hier einen eigenen Beitrag zu Messgrößen.

Zehn Hauptverdächtige

  • Warmwasser, elektrisch
  • Trockner
  • Fernsehen
  • Computer
  • Elektrische Heizung
  • Großverbraucher
  • Eventuell Heizungspumpen
  • Eventuell Warmwasser-Pumpen
  • Eventuell Klima- oder Lüftungsanlagen

Warmwasser wird elektrisch erwärmt

Übliche jährliche Verbrauchswerte für die elektrische Warmwasserbereitung sind bei einer Person:

  • Elektro-Kleinspeicher Küche (5 Liter) 200 kWh
  • Elektr. Durchlauferhitzer Bad bis 2.200 kWh, also bis 7,3 kWh täglich

Beim Duschen kann es durchaus Extreme geben:

Nehmen wir einen Duschkopf, durch den 10 Liter pro Minute laufen. Sie duschen 10 Minuten lang. Dies verbraucht ca. 3,4 kWh bzw. 1.240 kWh jährlich. Die volle Leistung eines Durchlauferhitzers beträgt 20 kWh oder auch 20.000 Watt. (Stellen Sie sich einfach 2.000 Energiesparlampen vor, die alle gleichzeitig angehen...)

Der elektrische Durchlauferhitzer ist deshalb der am höchsten verdächtigte Stromfresser. Überlegen Sie: Haben Sie in der letzten Zeit Ihre Gewohnheiten verändert? Zum Beispiel mehr Zeit im Homeoffice verbracht? - Das kann größere Stromverbräuche verursachen.

Rechnen wir doch einmal:

Bei beispielsweise 9 Monaten á 4 Wochen, also 36 Wochen, ergeben 1 x wöchentliches Mehrduschen fast 125 kWh mehr, 2x mehr ergibt fast 250 kWh. Falls bei Ihnen also eine weitere Person den Durchlauferhitzer regelmäßig zum Duschen genutzt hat, wäre dies die einfachste Erklärung für den Stromanstieg.

Trockner verbrauchen vergleichsweise viel Strom

Wäschetrockner verbrauchen sehr viel Strom, dies gilt leider auch für neuere Modelle. Mein Daumenwert: Je Nutzung wird 3 bis 4 kWh verbraucht, also 1 Euro. Haben Sie die Nutzung erhöht, können sich ähnliche Steigerungen ergeben wie beim Duschen (plus 125/250 kWh).

Das Fernsehen ist dauerhaft eingeschaltet…

Auch bei heutigen Fernsehern, die zwischen 50 und 300 W ziehen können, wird es häufig zum Problem, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Bei einem Verbrauch von 200 Watt bei täglich einer Stunde mehr sind dies etwa 75 kWh jährlich, bei 2 Stunden täglich etwa 150 kWh.

… ähnlich wie der Computer

Hier sind je nach Ausstattung (und Wattzahl) und täglicher Nutzungsdauer ähnliche Werte wie beim Fernsehgerät erreichbar. Laptops sind sparsamer.

Kühlgeräte, die schon bessere Tage gesehen haben

Überlegen Sie einmal! Wie alt ist Ihr Kühlgerät? Und wie viele ältere Modell stehen als Zweit- oder Drittgerät angeschlossen im Keller? Kühlgeräte, die mehr als 15 Jahre alt sind, erweisen sich meist als Energieschleudern (teilweise über 400 bis 600 kWh jährlich). Zu bedenken gilt auch: Die Geräte werden kontinuierlich energiefressender.

Mobile Radiatoren und Heizlüfter

Radiatoren in Heizkörperform haben zumeist eine Leistung ab 1000 Watt oder 1kW. Wenn ein solches Gerät eine Stunde läuft, sind schon 1 kWh verbraucht. Heizlüfter haben oft den doppelten Verbrauch. Hochgerechnet heißt das: Ein halbes Jahr jeweils 10 Stunden täglich ergeben 1 kWh x 365 / 2 x 10h = 1.825 kWh jährlich.

Unbeachtete Großverbraucher auf die Strom-Agenda

Diese Großverbraucher haben alle eines gemeinsam: Sie laufen durch! Wie Aquarien, Terrarien, Wasserbetten (bis 1.000 kWh jährlich) oder Pumpen im Garten. Erfahrungsgemäß werden sie aber oft beim kritischen Blick auf den Stromzähler außer Acht gelassen.

Eher selten, kommt aber vor!

Heizungs-Pumpen, die oft auch Umwälzpumpen genannt werden, können ebenfalls einen hohen Stromverbrauch erzeugen. Eine alte, mittlerweile ineffiziente verbraucht durchaus 400 kWh mehr. Vielleicht haben Sie sogar zwei Heizungspumpen, eine für die Fußboden-Heizung, die zweite für die Heizkörper. Auch hier können schnell Verbräuche über 800 kWh anfallen.

Das gleiche gilt für Pumpen fürs Warmwasser: die Ladepumpe zwischen Warmwasserspeicher und Kessel, die Solarpumpe (in der Solarstation) oder die Warmwasser-Zirkulationspumpe.

Und nicht zuletzt: Eine Klimaanlage oder eine Lüftungsanlage sind bisweilen ebenfalls Stromverbraucher mit teilweise hohen Werten!

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Ist der Stromverbrauch bei meiner Klima- oder Lüftungsanlage (zu) hoch? Eine Beratung schafft hier mehr Klarheit.

Um herauszufinden, wie der erhöhte Stromverbrauch erklärbar ist, bietet sich eine Energieberatung an. Beim Basis-Check der Verbraucherzentrale kommt ein Energieberater zu Ihnen nach Hause. Dank der Förderung ist die Beratung für Sie kostenfrei. Infos finden Sie unter https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/bei-ihnen/basis-check/.

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BAFA-Energieberatung für Wohngebäude https://www.energie-und-wohnen.de/blog/bafa-energieberatung/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/bafa-energieberatung/#comments Wed, 19 May 2021 13:00:00 +0000 Energieberatung BAFA Förderung Energie-Effizienz https://www.energie-und-wohnen.de/blog/bafa-energieberatung/ Weiterlesen

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Wer sich eine umfassende, aussagekräftige Energieberatung für sein Gebäude und die Haustechnik wünscht, sollte eine BAFA Energieberatung ins Auge fassen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert diese Art von Beratung unter einer Voraussetzung: Der Bauantrag für das zu beratende Gebäude liegt länger als 10 Jahre zurück. Was Sie sonst noch wissen müssen, erläutert dieser Artikel.

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Eine umfassende Energieberatung bringt Sie weiter.

Was umfasst die BAFA Energieberatung? Wer berät?

Die Energieberaterin oder der Energieberater muss für die BAFA-Energieberatung zertifiziert sein. Unter www.energie-effizienz-experten.de finden Sie Berater in Ihrer Region. Während der Beratung wird eine Berechnung des Gebäudes wie bei einem Energie-Bedarfsausweis erstellt. Die Strategie für die langfristig angelegten, umfassenden Sanierungen bis zum Effizienzhaus wird dargestellt als Individueller Sanierungsfahrplan, kurz ISPF.

Wie teuer ist die Energieberatung für Wohngebäude des BAFA?

Die Kosten der Beratung werden mit 80% der Honorarsumme bezuschusst. Sie sind frei verhandelbar und je nach Aufgabe unterschiedlich. Die maximale Fördersumme beträgt 1.300 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Bei Bruttokosten von 1000 Euro bleiben als Eigenanteil also ca. 250 Euro.

Wie beantrage ich die Förderung zur Beratung?

Dies erledigt der Energieberater für Sie!

Gibt es weitere Vorteile der BAFA-Energieberatung?

Sanieren Sie gemäß Ihrem ISFP und beantragen dafür einen Zuschuss beim BAFA, erhalten Sie eine um 5% höhere Förderung. Bei jeden 10.000 Euro Investition sind dies über 500 Euro zusätzlicher Zuschuss!

BAFA Energieberatung: Sanierungsfahrplan ISFPDer individuelle Sanierungs-Fahrplan, kurz ISFP - notwendig für Förder-Bonus

Wo bekomme ich weitere Infos zur Energieberatung der BAFA?

Der Internet-Auftritt des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle informiert Sie umfassend unter:https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Energieberatung_Wohngebaeude/Beratene/beratene_node.html

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Solarenergie vom eigenen Dach - Der Sonne sei Dank https://www.energie-und-wohnen.de/blog/solarenergie-danke-sonne/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/solarenergie-danke-sonne/#comments Fri, 14 May 2021 00:00:00 +0000 Energieberatung Photovoltaik Solarenergie Energie-Effizienz https://www.energie-und-wohnen.de/blog/solarenergie-danke-sonne/ Weiterlesen

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Was sind Ihre Pläne? Möchten Sie Ihre Heizung erneuern, eine Investition vornehmen oder Ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten? Die Motivationen für die Entscheidung, Solarenergie zur Erzeugung von Strom (Photovoltaik) und Wärme (Solarthermie) zu nutzen, sind ganz individuell. Immer aber muss für eine sinnvolle Auswahl einiges berücksichtigt werden. Ich erzähle Ihnen heute, welche Fragen Sie sich vorab stellen müssen.

Solarenergie - Sonne fürs Wohnen nutzen

Diese großflächige Photovoltaik-Anlage verspricht eine reiche Strom-Ernte.

Wann sollte ich den Einsatz von Solarenenergie erwägen?

Wenn Ihre Heizung älter als 20 Jahre ist, sollte sie in der Regel ausgetauscht werden. Solarthermie sorgt in diesem Fall für mehr Energie-Effizienz. Die Anlage kann im Sommer die komplette Wärmeerzeugung übernehmen, der Kessel bleibt aus und hält länger. Heizen Sie mit Strom, beispielsweise über eine Wärmepumpe, ist die solare Stromerzeugung sowieso ideal. Diese Photovoltaik-Anlagen verringern zudem den Zukauf von Strom für den Haushalt und das E-Auto.

Welche baulichen Voraussetzungen brauche ich für die Solarenergie?

Solaranlagen werden überwiegend auf Dächern installiert. Vergewissern Sie sich, ob Ihr Dach noch in Schuss ist. Es sollte mindestens noch 20 Jahre halten. Ideal für die solare Stromerzeugung sind Dächer, die nach Süden ausgerichtet und eine Neigung von 20 bis 50 Grad aufweisen. Flachdächer funktionieren ebenfalls gut. Dächer, die nach Osten oder Westen weisen, sind für Photovoltaik weniger geeignet, da sie weniger Erträge liefern. Für die Erzeugung von Wärme durch Solarthermie spielt das eine weniger große Rolle, da die Kollektoren in diesem Fall einfach größer ausgelegt werden.

Welchen Energiebedarf will ich decken?

Photovoltaik-Anlagen können etwa ein Drittel des Stromverbrauchs im Haushalt zur Verfügung stellen. Mit Stromspeichern ist sogar das Doppelte möglich. Solarthermie-Anlagen übernehmen etwa 60 Prozent Ihrer benötigten Warmwasserenergie, heizungsunterstützende Anlagen decken ebenfalls einen Teil der nötigen Heizenergie ab.

Welche Anlagen-Typen gibt es?

Anlagen zur Solarthermie für die Erzeugung von Warmwasser beginnen ab 5 qm und heizungsunterstützende Anlagen ab etwa 10 qm. Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Strom beginnen bei etwa 20 qm Dachfläche, können aber ebenso das gesamte Dach einnehmen. Unterstützt werden kann eine solche Anlage durch Stromspeicher, die im Größenvergleich einem Kühlschrank entsprechen.

Wann lohnt sich die Investition? Erhalte ich Fördermittel für die Anlage?

Photovoltaik-Anlagen, bei denen Planung und Ausführung stimmen, sind wirtschaftlich. Hier sollten Sie auf neutrale Berater setzen – und auf keinen Fall auf interessengeleitete Verkaufsunterlagen. Da die Bundesregierung erneuerbare Energien fördern will, erhalten Sie für die Dauer von 21 Kalenderjahren eine erhöhte, feste Vergütung für den Strom, den sie ins Netz einspeisen. Daneben können Sie „Ihren“ Strom selbst zuhause nutzen. So verringern Sie die Kosten für teuren Strom.

Solarthermie-Anlagen erhalten alleine oder in Kombination mit neuen Heizungen einmalige Zuschüsse von Bund und Land. Hier gilt zu beachten: Die Anträge müssen online und vor der Beauftragung der Fachfirma gestellt werden. Auch hier hilft Ihnen gern Ihr Energieberater.

Übrigens: Mit dem Eignungscheck Solar gibt es bei der Verbraucherzentrale eine besonders günstige Beratung zur Solarenergie. Für nur 30,- Euro erhalten Sie einen ersten Überblick.

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Energie-Fachleute beraten qualifiziert https://www.energie-und-wohnen.de/blog/verbraucherzentrale-energieberatung/ https://www.energie-und-wohnen.de/blog/verbraucherzentrale-energieberatung/#comments Fri, 08 Dec 2017 17:19:00 +0000 Energieberatung Verbraucherzentrale https://www.energie-und-wohnen.de/blog/verbraucherzentrale-energieberatung/ Weiterlesen

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Die Energieberater und Energieberaterinnen der Verbraucherzentrale decken als erfahrene Architekten, Physiker oder Ingenieure ein weites Themenspektrum ab. Sie beraten beispielsweise zu Wärmedämmung, Strom sparen, Heizen, energieeffiziente Geräte und erneuerbare Energien. Ein Themenschwerpunkt ist auch die Frage, welche Fördermittel vom Staat für Ihr Anliegen bereitstehen. Neben kostenfreien Checks gibt es kostengünstige, weil geförderte Checks zu allgemeinen und spezielleren Themen wie die Eignungs-Checks für Heizung oder Solar.

Verbraucherzentrale bietet Energieberatung

Die Verbraucherzentrale bietet unterschiedliche Beratungsformate.

Energieberatung der Verbraucherzentrale

Die einfache mündliche Energieberatung findet in Ihrer Verbraucherzentrale, telefonisch oder online statt und ist für Sie kostenlos. Wichtig ist, vorher einen Termin zu vereinbaren. Damit der Energieberater eine Vorstellung des Gebäudes bekommt, bringen Sie für die Energieberatung in der Verbraucherzentrale Hauspläne sowie das aktuelle Schornsteinfeger-Protokoll zu Ihrer Heizungsanlage mit.

Einen Termin für eine einfache Energieberatung in der Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe erhalten Sie unter 0800 809 802 400 (Mo - Do 08:00-18:00, Fr 08:00-16:00 Uhr, kostenfrei aus dem deutschen Festnetz und für Mobilfunkteilnehmer).

Was ist der Gebäude-Check der Verbraucherzentrale?

Diese geförderte Beratung, bei dem ein Energieberater zu Ihnen nach Hause oder in das betreffende Gebäude kommt, kostet nur 30 Euro. Sie können den Gebäude-Check über die Verbraucherzentrale buchen, die dann Ihre Kontaktdaten an den zuständigen Energieberater weitergibt. Zur Terminabsprache meldet dieser sich dann direkt bei Ihnen.

Bei einem Gebäude-Check ermittelt der Energieberater die energetische Situation Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung. Der Solarwärme-Check richtet (von April bis September) den Blick auf die Leistungsfähigkeit einer vorhandenen solarthermischen Anlage, der Heiz-Check prüft (etwa ab November bis März) Ihr Heizsystem auf Effizienz.

Unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de finden Sie mehr Informationen zu den unterschiedlichen Schwerpunkten der Beratungen sowie zu den verschiedenen Bratungsformen wie Präsenz-, Telefon- oder Videoberatung.

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